Die Panstermühle in Wallendorf – mit einzigartiger Mühlentechnik

Die Wallendorfer Mühle ist eine so genannte Panstermühle, die es in Deutschland nur noch in ganz wenigen Exemplaren gibt. Der Mühlenstandort wurde um das Jahr 1600 erstmals erwähnt, seine Ursprünge reichen aber weiter zurück.Der Mühlenstandort Wallendorf gehört zu den ältesten nachweisbaren Mühlenstandorten im deutschsprachigen Raum und wurde erstmals vor 1091 erwähnt.

Die Besonderheiten der Wassermühle Wallendorf ist die einzigartige Mühlentechnik, mit einem Unterschlächtigen Wasserrad und der Hebetechnik durch ein Knie- und Hebelpanster mit dem dazugehörigen Pansterwerk. Das Wasserrad der Panstermühle hat einen 5,40 m Durchmesser und 2,00 m Breite und erzeugte ehem. 80 PS.

Die Mühlentechnik ist annähernd vollständig erhalten: 2 Doppelwalzenstühle 300 x 600, 1 Walzenstuhl 300 x 900, Mahlgang, 2-tlg. Plansichter, Wurfsichter, Reinigung (Schälmaschine, Aspirateur, Trieur), Fahrstuhl, Transmissionen, Elevatoren.

Nachdem die gesamte Hebetechnik um 1948 wegen eines Bruchs der Kettenwelle außer Betrieb genommen wurde, kann man nun wieder dieses Hebewerk in seiner Funktion bestaunen. Ihre heutige Gestalt erhielt die Mühle Ende des 19. Jahrhunderts, mit Wasserkraft wurde sie bis in die 1940er Jahre betrieben, 1974 stillgelegt, dann verfiel sie zusehends. Seit 2005 bemüht sich der örtliche Mühlenverein um die Rettung der Anlage.

Die Mühle kann auf Voranfrage besichtigt werden, am Tag des offenen Denkmals geöffnet.

Hans Naumann, Tel.: 034635/ 22468

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