Der Weinanbau am Geiseltalsee

Vom Bergbau zum Weinbau - ein kühnes Vorhaben im früheren Braunkohlerevier Geiseltal, das zu den bedeutendsten Bergbaugebieten Deutschlands gehörte. Lars Reifert ist mit seinem Unternehmen ein Visionär mit Durchsetzungsvermögen. Um den Weinanbau im ehemaligen Tagebau musste der Winzer Lars Reifert wahrlich kämpfen, aber es hat sich gelohnt.

Der einzigartige Weinberg liegt direkt am Jacobsweg, dem bekannten Pilgerweg von Polen nach Spanien und am größten künstlichen See Deutschlands - dem Geiseltalsee mit 19 km² Wasseroberfläche. Der Weinberg zählt zur höchsten Form der Rekultivierung im Tagebaugeschehen. Nach 300 Jahren Kohleabbau trägt nun eine völlig andere Branche ihre Früchte, denn Weine von unvergleichlicher Leichtigkeit und Sinnlichkeit bestätigen die Prognosen des Winzers aus Freyburg.

Der meistverkaufte Wein ist der Goldene Steiger, ein trockener Müller-Thurgau mit besonderen Qualitäten. Es ist ein sehr frischer, leichter Wein, dessen feine Muskatnote sich langsam in Mund und Rachen entfaltet.

Nach Einblick in die Profilierungsstudie des Rekultivierers konnte der Winzer erkennen, dass dort eine ideale Weinlage entstehen würde, wenn der Südhang auf 25% Steigung abgetragen würde. Die Nordseite wäre durch einen Wald gegen Kaltluft geschützt und die Wasseroberfläche des Geiseltalsee's würden die besten Voraussetzungen für den Weinanbau liefern. Das Wasser reflektiert die Sonne, speichert die Wärme tagsüber und gibt diese nachts wieder an den Hang ab. Dieses Vorhaben, welches europaweit als einmalig anzusehen ist wurde mit viel Mühe und Einsatz in die Tat umgesetzt.

Redaktion: Harry Günther

Quelle: Winzer

Fotos: Brehme, Jk

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